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orthomolekularia.info


ZAHNSCHEMA NACH VOLL UND KRAMER – ELEKTROAKUPUNKTUR NACH VOLL (EAV)

Die Elektroakupunktur nach Dr. med. dent. Reinhold Voll (EAV) ist nach dem Zahnarzt benannt, der das einfach zu handhabende, wirkungsvolle Untersuchungssystem mit Hautwiderstandsmessungen an Akupunkturpunkten in den 60er bis 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte. Er griff dabei auf sich entwickelnde Denkansätze unter anderem des französischen Kollegen Roger de la Fuye und der deutschen Kollegen Schmidt und Schick zurück.
An einer größeren Anzahl definierter Akupunkturpunkte wird der elektrische Hautwiderstand gegenüber einem festen Bezugspunkt wie z.B. einer Handelektrode gemessen. Differenzen der Hautwiderstands-Messwerte weisen auf Störfelder oder energetische Störungen in dem angesprochenen Meridianbezug hin.
Im Rahmen seiner Arbeiten an den Zähnen untersuchte Voll, im späteren Verlauf in Zusammenarbeit mit Dr. med. dent. Fritz Kramer, die Zuordnung der Zähne zu bestimmten Organen bzw. zu Meridianen mit deren Organbezug.
Durch die Aufklärung dieser Zahn-Meridian-Organbezüge wird erst das sachkundige Verstehen der „Infektionskrankheit“ Parodontitis eines einzelnen Zahnes in der „feuchten Kammer“ Mundhöhle möglich (siehe unten).

Ober- und Unterkiefer rechte Seite mit hoT-Bezug nach EAV



Abkürzungen:

  •  alpha-Lipon = Alpha-Liponsäure   
  • Gb = Gallenblase   
  • P = Phosphor
  • Omega-3-FS = Omega-3-Fettsäuren
  • J = Jod
  • re = rechts
  • B-Kompl. = Vitamin B-Komplex plus 
  • K = Kalium  
  • SD = Schilddrüse
  • Ca = Calcium  
  • li = links  
  • Se = Selen
  • Cr = Chrom   
  • Mg = Magnesium  
  • Vit. = Vitamin
  • Co = Kobalt  
  • Mn = Mangan  
  • Zn = Zink
  • FS = Fettsäuren
  • Mo = Molybdän 
  • *= Symbionten zur Darmlenkung

Die obige Darstellung wurde von mir im Zusammenhang mit amerikanischen und in meiner Praxis durchgeführten Forschungen der Applied Kinesiology (AK) seit Mitte der 90er-Jahre um den therapeutischen Ansatz der Orthomolekularen Medizin bzw. hoT erweitert. Dabei hat jeder Regelkreis gewisse Präferenzen für bestimmte Orthomolekularia wie Zink, Selen, Chrom, die fettlöslichen Vitamine A, E, D, K usw.
Allerdings sollte man nicht fälschlich davon ausgehen, dass die Substanzen in anderen Regelkreisen gar keine Rolle spielen! Alles ist mit allem verknüpft – auch in der Orthomolekularen Medizin!

Ober- und Unterkiefer linke Seite mit hoT-Bezug nach EAV



Parodontitis eines einzelnen Zahnes in der „feuchten Kammer“ Mundhöhle

Ein einfacher Grundsatz der Mikrobiologie und Bakteriologie lautet:
Bakterien breiten sich abhängig von ihrer Art – ähnlich wie beispielsweise Gase – in kurzer Zeit in einer feuchten Kammer gleichmäßig aus, soweit der Nährboden bzw. das Medium für den Stoffwechsel passend gewählt wurde. Die Mundhöhle ist vor diesem Hintergrund ein optimales Nährmedium – und trotzdem haben die meisten Menschen unter gesunder Ernährung oder Naturvölker kaum Probleme mit Parodontitis.
Ganz anders die Fastfood-Fans: Bei Überlastung des Darmes und der Leber mit E-Stoffen und weiteren Chemikalien aus Cola, Schokolade usw. kommt es zu schleichenden Organstörungen. Diese zeigen sich im Mund durch energetische Verknüpfung z.B. an den Zähnen 23, 36 und 38 – zunächst verstärkt als Karies und ab Mitte 40 als Parodontitis an genau diesen einzelnen Zähnen.
Warum nicht alle anderen Zähne in der feuchten Kammer infiziert werden?
Weil die körpereigene Abwehr eines noch weitgehend gesunden Körpers die anderen Meridian-Regelkreise soweit stabilisieren kann, dass die teilweise hoch aggressiven Bakterien vom Immunsystem des Patienten an ihren Zerstörungsprozessen gehindert werden.

Studien zu Zahn-Interaktionen und Parodontitis

Epidemiologische Studien der letzten Jahre haben zunehmend die Bedeutung der Interaktionen zwischen parodontaler und allgemeiner Gesundheit ins Zentrum gestellt. Erkrankungen des Zahnhalteapparates zählen weltweit zu den am weitesten verbreiteten und am schnellsten zunehmenden „Infektions-Krankheiten“: etwa 70 bis 75 Prozent der Bevölkerung entwickelter Länder leiden an entzündlichen Parodontal-Erkrankungen, d.h. Erkrankungen des Zahnhalteapparates.
Bisher sah die Wissenschaft die Parodontitis stets als lokale, bakterielle Infektion eines oder mehrerer Zähne. Die daraus abgeleiteten Therapien bestanden in wiederholten Operationen am Entzündungsort sowie in wiederholten Antibiotika-Therapien mit dem Risiko einer zunehmenden Resistenzbildung.
Dieses Krankheitsverständnis wie die abgeleiteten Therapien sind nach meinen mehr als 20-jährigen Praxiserfahrungen in der ganzheitlichen Therapie chronisch Kranker falsch und kontraindiziert.
Die Richtigkeit diese alternativen Krankheitsverständnisses sowie des daraus resultierenden therapeutischen Ansatzes konnten Kollegen und ich in der aMMP-8 Studie an therapierefraktären Fällen mit hoher Entzündungsaktivität 2011 klar und eindeutig nachweisen. [Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung wurde diese Studie 2013 in Düsseldorf aus der Hand der Gesundheitsministerin Barbara Steffens mit dem Wissenschaftspreis CAM-Award ausgezeichnet.]

Was im Altertum jeder Pferdeknecht wusste:

Die Mundhöhle (eines Pferdes) ist der Spiegel von Gesundheit oder Krankheit!
Sie ist ein Frühwarnsystem, das ein Modell für die Beurteilung aller Gewebe und Organe darstellt und seinerseits eine potente Quelle pathologischer Einflüsse auf andere Systeme oder Organe ist (Oral health in America, 2000).
Weltweite Forschungen der letzten Jahrzehnte haben das Wissen über Orthomolekularia signifikant erweitert und gezeigt, dass diese Substanzgruppe an allen Stoffwechselschritten beteiligt ist. Ernährungsmaßnahmen alleine können heute jedoch den Bedarf an Vitaminen, Antioxidantien, Mineralstoffen, Spurenelementen und Omega-Fettsäuren nicht mehr decken (Heine, 1997). Wissenschaftlich belegt ist darüber hinaus, dass nicht nur ein ausgeprägter Mangel, sondern bereits eine leichte Unterversorgung die Entstehung von chronischen Erkrankungen fördern kann.
Unten sehen Sie das Resultat eines sogenannten PadoTestes bei Parodontose zur Bestimmung des Keimspektrums sowie zur Klassifizierung einer ggf. notwendigen Antibiose mit Metronidazol etc.
Typ 4 und 5 sind obligatorisch antibiotikapflichtig neben fachgerechter operativer Lokaltherapie der Zahnhälse. Zahn 24 erforderte hier eigentlich eine Antibiose wie bei einer Helicobacter-Infektion. Das wurde jedoch vom Patienten abgelehnt. Der Therapeut bot ihm daraufhin als sanfte Alternative eine hypoallergene orthomolekulare Therapie (hoT) mit anschließender Orthomolekularer Darmsanierung (ODS) in zwei Schritten zur Dünn- und Dickdarmsanierung an. Innerhalb von nur drei Monaten hatte sich der Lokalbefund wie auch der aller anderen Zähne deutlich gebessert. Zahn 24 lag nach hoT und ODS bei Typisierung 2 und war darunter sowohl inspektorisch als auch bei der Untersuchung ohne Befund (o.B.).

Die deutlich von 8 mm auf 6 mm geschrumpfte, nicht mehr kontaktblutenden Tasche war reizlos.
Zahn 24 ist nach Kramer und Voll dem Dickdarm zugeordnet. In einer Gesellschaft mit mehr als 35 % Refluxkranken und ca. 60-70 % chronisch Darmkranken mit Obstipation, geblähtem Abdomen, „idiopatischen“, d.h. unklaren, Bauchschmerzen oder chronischen Durchfällen ist es kaum verwunderlich, dass dieser Zahn auch für Karies und Parodontitis besonders anfällig ist.

Periimplantitis und Wundheilung – Studienzusammenfassung zur Orthomolekularen Medizin

wie internationale Studien  zeigten.
Eine Knochenheilung benötigt darüber hinaus eine Mineralstoffzufuhr mit Magnesium-Calcium in Anwesenheit von Vitamin D.
Speziell zur Prophylaxe und Therapie einer Peri-Implantitis, aber auch zur einfacheren adjuvanten Therapie bei chronischer Parodontitis gibt es seit Januar 2014 die standardisierte Kombination Itis-Protect I-IV für Parodontologen und Implantologen. Durch ca. 4 Monate hoT wurden in der aMMP-8 Studie 60 % der schwer erkrankten Patienten völlig auskuriert. Alle anderen reduzierten ihre aMMP-8 Werte deutlich.
Die Beschleunigung der Wundheilung mit belastbarer Narbe postoperativ geht aus der nebenstehenden Übersicht hervor. Bei standardisierter Gabe von Spurenelementen, Vitaminen und Omega-Fettsäuren kommt es zu einer signifikant schnelleren und höher belastbaren Gewebeheilung,

Weitere Information und Literatur zur EAV sowie zum Zahnschema nach Voll und Kramer


Literaturquellen (Auszug)
Heine, H.: Lehrbuch der biologischen Medizin, Hippokrates Verlag 1997/Neuaufl. 2007
Oral Health in America: A report of the Surgeon General, Executive Summary, Department of Health and Human Services, 2000
Olbertz, H.P., Volkmann, P.-H.: Parodontose - ganzheitlich integrativ!
Vortragsmitschnitte mit DVD, VBN-Verlag Lübeck

Weiterführende Literatur
Auf der Internetseite des Autors Peter-Hansen Volkmann:
www.naturheilkunde-volkmann.de